Aris Argiris – Wikipedia

Aris Argiris (griechisch Άρης Αργύρης, * 1974 als Αργύριος Παπαγιαννοπουλος, Argyrios Papagiannopoulos in Athen)[1] ist ein griechischer Opernsänger der Stimmlage Bariton und Gesangspädagoge.

Leben und Wirken

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Aris Argiris studierte in seiner Heimatstadt zunächst Saxophon, Sprachen und Marketing. Er trat dem Chor der Universität bei, worauf ihm zu einem Gesangsstudium geraten wurde.[1] Daraufhin studierte er Musiktheorie sowie Gesang bei Kostas Paskalis, Frangiskos Voutsinos und Despina Kalafati.[2] Im Jahr 1999 erhielt er in Athen das Maria-Callas-Stipendium zur Förderung des Auslandsstudiums junger griechischer Sänger,[3] mit dem er sein Gesangsstudium in der Meisterklasse von Daphne Evangelatos an der Hochschule für Musik und Theater München fortsetzte. Während des Studiums wirkte er in Konzerten und Aufführungen unter anderem im Prinzregententheater in München sowie im Gewandhaus Leipzig mit.

Gastengagements führten ihn unter anderem an die Hamburgische Staatsoper, die Königliche Oper (Stockholm), die Deutsche Oper Berlin, die Komische Oper Berlin, das Staatstheater Stuttgart, ans Royal Opera House London, die La Monnaie Brüssel, das Michailowski-Theater St. Petersburg, das Theater an der Wien sowie das Teatro Colón Buenos Aires und die Arena von Verona.[2]

Feste Engagements hatte er am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, am Theater Dortmund, der Oper Bonn, an der Oper Frankfurt. In der Spielzeit 2023/24 ist Argiris am Staatstheater Darmstadt für die Rolle des Jago in Otello engagiert.[4]

Seit 2016 ist Argiris Professor für Gesang an der Universität der Künste Berlin.

Argiris war Escamillo in Bizets Carmen im ersten 3D Opernfilm Carmen in 3D (2011). Aufgezeichnet wurde die Inszenierung 2010 im Royal Opera House Covent Garden London.[1] Filmpremiere war am 5. Februar 2011 beim Santa Barbara International Film Festival.[5]

Während der Massenquarantäne im Jahr 2020 Aufgrund der COVID-19-Pandemie führte Argiris zusammen mit Detlef Obens für Das Opernmagazin Videogespräche mit Kulturschaffenden.[6]

Argiris ist mit der argentinischen Sängerin Guadalupe Larzabal verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Bonn.[1][7]

Opernrollen (Auswahl)

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Quellen:[2][8]

  • 2002: Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg
  • 2006: Bester neuer Künstler (griechisch Καλύτερου νέου καλλιτέχνη), Verband der griechischen Theater- und Musikkritiker (griechisch Ενωση Ελλήνων Θεατρικών - Μουσικών Κριτικών).[9][10]

Einzelnachweise

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  1. a b c d Bernhard Hartmann: Der geborene Verführer ist zurück an der Bonner Oper. In: General-Anzeiger. Abgerufen am 5. Juli 2023.
  2. a b c Aris Argiris | Staatstheater Darmstadt. In: Staatstheater Darmstadt. Abgerufen am 4. Juli 2023.
  3. Die bisher vergebenen „Maria Callas“-Stipendien. 2. Dezember 2019, abgerufen am 5. Juli 2023 (griechisch).
  4. Otello | Staatstheater Darmstadt. In: staatstheater-darmstadt.de. Abgerufen am 12. August 2023.
  5. Closing Night Film – Carmen in 3D. In: sbiff.org. Archiviert vom Original am 25. August 2011; abgerufen am 4. Juli 2023 (amerikanisches Englisch).
  6. Gespräche – Das Opernmagazin auf YouTube
  7. Detlef Obens: Pläne-Ziele-Verantwortung: Der Bariton Aris Argiris im Gespräch mit dem Opernmagazin. In: Das Opernmagazin. 12. März 2017, abgerufen am 5. Juli 2023.
  8. Operabase
  9. Nominierte für den Theaterpreis - Musik (Υποψήφιοι βραβείων θεάτρου - μουσικής). In: Ριζοσπάστης. 30. November 2006, S. 26, abgerufen am 5. Juli 2023 (griechisch).
  10. Νατάσα Βησσαρίωνος: Aris Argyris: Ein griechischer Bariton in den größten Opern der Welt. In: Elliniki Radiofonia Tileorasi. 12. Juli 2022, abgerufen am 5. Juli 2023 (griechisch).