Courthézon – Wikipedia

Courthézon
Courthézon (Frankreich)
Courthézon (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Provence-Alpes-Côte d’Azur
Département (Nr.) Vaucluse (84)
Arrondissement Carpentras
Kanton Sorgues
Gemeindeverband Pays Réuni d’Orange
Koordinaten 44° 5′ N, 4° 53′ OKoordinaten: 44° 5′ N, 4° 53′ O
Höhe 27–126 m
Fläche 32,78 km²
Einwohner 6.064 (1. Januar 2021)
Bevölkerungsdichte 185 Einw./km²
Postleitzahl 84350
INSEE-Code
Website www.courthezon.fr

Château de Val-Seille

Courthézon ist eine französische Gemeinde mit 6064 Einwohnern (Stand 1. Januar 2021) im Département Vaucluse in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Arrondissement Carpentras und ist Mitglied im Gemeindeverband Communauté de communes Pays d’Orange en Provence. Die Bewohner werden Courthézonnais und Courthézonnaises genannt.

Die Gemeinde erhielt 2023 die Auszeichnung „Zwei Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.[1]

Courthézon liegt im Rhonetal, etwa acht Kilometer südöstlich des Zentrums von Orange und etwa 17 Kilometer nordöstlich von Avignon. Die Gemeinde ist auf dem größten Teil ihres Territoriums relativ flach, mit einer leichten Erhebung im Westen und dem höchsten Punkt im Südwesten.

Umgeben wird Courthézon von den fünf Nachbargemeinden:

Orange Jonquières
Roquemaure (Gard) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Sarrians
Châteauneuf-du-Pape Bédarrides

Ein von den Römern erbautes Kastell diente zur Verteidigung von Orange. Die Steinschichten wurden für die Befestigungsmauern des alten Schlosses verwendet.[2]

Auf dem Gemeindegebiet befand sich ein Steinbruch, der für den Bau des Theaters von Orange verwendet wurde.

Während der Hugenottenkriege wurde die katholische Stadt mehrere Male von Hugenotten angegriffen.

Courthézon gehörte bis zur Annexion durch Ludwig XIV. 1673 zum Fürstentum Orange. Von 1703 bis 1731 stand die Stadt unter Herrschaft der Conti-Familie und gehörte daraufhin, besiegelt durch einen Vertrag zwischen dem Prinzen von Conti und Ludwig XV., endgültig zur königlichen Domäne.

Ende des 18. Jahrhunderts wurden aus den Steinen des zerstörten Prinzenschlosses Dämme für die Ouvèze gebaut.

Einwohnerentwicklung

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Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2017
Einwohner 3575 3947 4337 4498 5166 5364 5307 5639

Wappen und Devise

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Das Wappen zeigt auf blauem Hintergrund ein liegendes goldenes Hifthorn mit roter Fessel, darunter zwei goldene sechsstrahlige Sterne und drei mit dem Kopf nach oben zeigende Nägel.[3]

Die Devise lautet: Saevis tranquillus in undis („Ruhig auf tosenden Wellen“).[3]

Städtepartnerschaften

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Sehenswürdigkeiten

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  • Stadtmauern (11. Jahrhundert)
  • Überreste der Zinnmauern des alten Prinzenschlosses
  • Springbrunnen und Oratorien
  • Uhrturm (1653)
  • Kirche Saint-Denis (12. Jahrhundert)
  • Hospiz, 1703 wieder aufgebaut
  • Markthallen von 1730.
  • Château de Val-Seille (1868)
  • Château Montellier mit Gärten
  • Château de Verclos (13. Jahrhundert)
  • Landgut von Beaucastel mit Schloss (18. Jahrhundert)
  • Châteaux La Font-du-Loup Pecoulette
  • sechs Kapellen

Persönlichkeiten

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Commons: Courthézon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Les communes labellisées. Conseil national des villes et villages fleuris, abgerufen am 14. Oktober 2023 (französisch).
  2. Histoire et patrimoine de la ville de Courthézon (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)
  3. a b L’Armorial des villes et des villages de France. Abgerufen am 10. Mai 2020 (französisch).